Die Grenzen von Programmatic und Brand Safety

Das Thema des ersten dmexco Night Talks 2016 war provokant gewählt: Wo liegen die Grenzen von Programmatic? Und wie können sich Brands vor schlechten Umfeldern, die Marke schädigenden, schützen? Rund 170 Experten aus Marketing, Digital, Medien und Media kamen zur Auftaktveranstaltung in die Freiheizhalle, um der aktuellen Problematik verunglückter Mediaplatzierungen auf den Grund zu gehen.
Night Talk in München mit „Deutschlands coolstem Programmatic Helden“
Siamac Rahnavard, Managing Partner bei Cadreon/IPG und Sponsor des Abends, machte den Werbetreibenden gleich zu Beginn klar: Marken sind dem digitalen Web keineswegs machtlos ausgeliefert, wenn sie auf Programmatic und auf Experten setzen. Die automatisierte Technologie erlaube schnellste Reaktionsmöglichkeiten, die Kampagne im Notfall sofort zu optimieren. Er fand - zur Freude des Publikums - klare Worte: Er plädierte für mehr Mut auf der Seite der Werbetreibenden und forderte die Marken auf endlich das Fax-Zeitalter hinter sich zu lassen. Nach seiner knackigen Elevator Speech stand Siamac, der vom Moderator als „coolster Programmatic-Held Deutschlands“ bezeichnet wurde, auf dem „Heißen Stuhl“ den provozierenden Fragen ziemlich lässig Rede und Antwort.
Programmatic und Data – zwei Themen, die weiter Fahrt aufnehmen
Als digitaler Prophet gab schließlich Mark Stohlmann von Telefónica Media Services einen visionären Ausblick. Seine These: Programmatic und Data sind die bestimmenden Themen der nächsten Jahre, werden weiter an Fahrt aufnehmen und rufen auch einige neuer Player auf den Plan. Trotz allem hätten aber auch in Zukunft immer Menschen „ihre Finger im Spiel“. Eine 100prozentige „Brand Safety“ könne es daher gar nicht geben.
Dynamisches Netzwerken: Die Gäste des Night Talks diskutierten bis spät in die Nacht
Am Ende des inhaltlichen Teils sorgen bunte „Wurfmikrofone“ für eine extra Portion Dynamik: Moderator Martin Meyer-Gossner schoss sie den fragestellenden Experten - auch quer durch die Halle - meist zielsicher in die Arme. Der Abend war aber noch lange nicht zu Ende: Bei Fingerfood und Drinks nutzte das Publikum bis spät in die Nacht die Gelegenheit weiter zu diskutieren und kräftig zu netzwerken.

Zu den Gästen zählten u. a. Michael Dunke (Mediabrands), Sonja Arndt (Microsoft), Jens Barczewski (GfK), Frank Herold (AOL), Martin Krapf (Screenforce), Almuth Fischer (Amazon), Gian-Marco Spinosa (Dentsu Aegis), Matthias Wahl (BVDW), Dirk von Borstel (OMS), Rasmus Giese (United Internet Media).

Weiter geht es mit den Night Talks in Berlin (26. April) und Hamburg (15. Juni).